Frühling mit Kindern.

Der Wald
ruft!

Zwischen Fichte, Moos und Buche tut sich ein faszinierender Kosmos auf. Für Kinder ein natürliches Spielparadies.

Fangen wir mal mit dem Einfachsten an: Das Beste, was man Kindern schenken kann? Ganz einfach: Zeit. Zeit mit Kindern zu verbringen ist dabei zugleich ein Geschenk für beide Seiten, denn wer Kinder glücklich macht, ist selber glücklich. Bleibt also nur noch eine Frage: Was wollen wir machen? Eigentlich ist es fast egal, Hauptsache gemeinsam. Aber eben nur fast. Fest steht: Draußen ist besser als drinnen und spannend ist besser als langweilig.

Im Wald ist jeder Quadratzentimeter voller Leben

Einfach mal auf Entdeckungsreise gehen

Die Empfehlung von Manfred Ostermeier ist an dieser Stelle eindeutig: Ab in den Wald! Der Forstwirt und Waldpädagoge betreut regelmäßig Schul- und Kindergartengruppen auf ihren Ausflügen in den Wald: „Das Feedback zu meinen Touren ist ausschließlich positiv. Viele Kinder gehen dabei richtig auf und erzählen mir, dass sie jetzt immer draußen spielen wollen”, so Ostermeier. Besonders schön sei es, die Kinder dann Wochen später gemeinsam mit ihren Eltern im Wald zu treffen. Erst einmal und dann immer wieder.

Der Grund ist klar: Wald ist faszinierend. Es raschelt und knackt, es duftet und rauscht, man kann den Specht hören, die Bäume stehen an manchen Stellen so dicht, dass kein Durchkommen ist, dann tut sich eine Lichtung auf und die Sonne fällt durch die dampfende Luft. Es gibt Moose und gurgelnde Bächlein, Pilze und Walderdbeeren, Ameisenhügel und Fuchsbauten, Bäume, auf denen man balancieren muss, Gruben, Höhlen aus Dickicht und verschlungene Pfade, auf denen man immer tiefer in den Wald gelangt. Wald ist Schutz und ein wenig unheimlich zugleich. Wer weiß, wer dort alles wohnt?

„Der Zauber des Waldes packt jedes Kind. Und dafür braucht es weder Lego noch Playstation.“

„Man sieht nur, was man weiß.“ Da ist auch Ostermeier sicher. Die kleine Waldfibel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft lässt sich gut mit Kindern durchstöbern und verschafft einen guten Überblick, wo man „zu Gast“ ist. Rücksicht auf die Tiere, die im Wald wohnen, ist eines der Gebote, die Kinder gut verstehen. Dabei kommt der Spaß auf keinen Fall zu kurz. Der Wald regt die Fantasie an und schnell wird aus einem Ast ein Schwert und aus einem Baumstumpf ein Unterschlupf, in dem man sich vorzüglich verstecken kann. Wenn man ganz leise schleicht, dann kann man vielleicht ein Reh sehen. Oder einen Fuchs oder einen Uhu entdecken ... Wer weiß?

Die kleine Waldfibel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Picea abies

Die Fichte

Fichte oder Tanne? Hängen die Zapfen nach unten, ist‘s eine Fichte.

Cervus elaphus

Der Rothirsch

Seine Statur und sein mächtiges Geweih machen ihn zum König der Wälder.

Quercus spec

Die Eiche

Eichen gehören zu den wertvollsten Bäumen im Wald.

Sciurus vulgaris

Das Eichhörnchen

Das Eichhörnchen heißt regional auch Eichkätzchen oder Katteker.

Fagus sylvatica

Die Buche

Die Buche gilt als „Mutter des Waldes“.

Dendrocopos major

Der Buntspecht

Mit seinen gebogenen Krallen findet der Buntspecht Halt an der Borke.

Abies alba

Die Tanne

Tannenzapfen wachsen aufrecht am Zweig.

Vulpes vulpes

Der Rotfuchs

Männliche Füchse werden als Rüden bezeichnet, weibliche als Fähen.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Download „Entdecke den Wald - Die kleine Waldfibel“

Das Erlebnis Natur wirkt inspirierend.

Wald hat natürlich einen großen Nachteil: Meistens liegt er nicht gerade „um die Ecke“. Aber, so Ostermeier, es muss ja nicht immer gleich ein Tagesausflug sein. Auch im heimischen Garten oder Stadtpark lässt sich die Natur entdecken oder einfach nur genießen. Und noch ein Tipp des Waldpädagogen: Gespräche über familiäre Angelegenheiten – ganz gleich, ob Streitigkeiten unter Geschwistern oder Gespräche über die Schule – einfach mal mit einem Spaziergang verknüpfen. Denn das Erlebnis Natur wirkt inspirierend. Neue Räume verändern die Wahrnehmung und es ist leichter, sich aus gelernten Mustern zu befreien.

In jedem Fall wirkt sich Freizeit in der Natur nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit von Menschen aus. Englische Forscher empfehlen Menschen, die einen stressigen Büroalltag haben, regelmäßig „Frischluftpausen“ einzulegen. Dabei reichen bereits fünf Minuten aus. Denn schon nach dieser kurzen Zeit im Sonnenlicht schüttet der Körper Glückshormone aus.

Fazit: Ohren spitzen – der Wald ruft. Und dann: Nichts wie raus! Viel Spaß.

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