Audi BKK Online Magazin

gesund & vital

Das ist nicht fair:

Bauch
trotz Sport!

Sport treiben und trotzdem nicht abnehmen – kein Einzelschicksal. Aber eines, das man ändern kann. Das Problem haben viele: Sport treiben, anstrengen und sich nur wenig gönnen. Eigentlich ist der Körper in einer guten Form, nur die Sache mit dem Bauch – da ändert sich nichts. Auf jeden Fall nicht zum Guten. Und dabei war doch gerade ein flacher Bauch das Ziel.

Maren (43) hat Erfolg im Beruf. Der aber kommt nicht von allein. Dafür muss sie eine Menge tun. Maren weiß auch, dass eine gute Figur die Karrierechancen deutlich steigert: Schlank bedeutet vital und leistungsfähig. Also versucht Maren am Wochenende regelmäßig zu trainieren. Aber es ist eben schwierig, alle Termine unter einen Hut zu bekommen, denn der Job ist ja auch nicht ohne: Geschäftsreisen, wenig Bewegung, schlechte Schlafqualität, unregelmäßige Ernährung, stattdessen Besprechungskekse oder abendliche Geschäftsessen … und es ist vor allem ganz schön stressig. Und obwohl man mit dem Rest zufrieden ist, bleibt trotz aller Anstrengung ein Bauchansatz, der einfach nicht weggeht. Dafür sorgen vor allem Stress und dadurch verursachte chronisch hohe Cortisolwerte. Diese bremsen den Fettabbau und können zu einer dauerhaften Insulinresistenz der Muskel- und Fettzellen führen. Jede Blutzuckerspitze durch eine zu hohe Kohlenhydrataufnahme geht mit einem Anstieg des Insulinspiegels einher. Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. Bei einem hohen Insulinspiegel kommt jedoch die Fettverbrennung zum Erliegen, die Fettspeicherung wird dagegen gefördert. In der Konsequenz werden nicht verbrauchte Kohlenhydrate verstärkt in Fett umgewandelt und somit gespeichert. Das Resultat: Der Bauchumfang wächst, auch wenn der Rest schlank ist.

Eindeutige Empfehlung von Experten und Ernährungswissenschaftlern ist es, einen erhöhten Insulinspiegel zu vermeiden. Und das funktioniert ausschließlich durch die richtige Ernährung, viel Bewegung und Stressreduzierung. Damit der Insulinspiegel niedrig bleibt, sollten kohlenhydratarme und ballaststoffreiche Kost bevorzugt werden. Das erleichtert den gezielten Fettabbau. Statt Leistungsterror mit ständiger Kontrolle und Selbstoptimierung sind Ruhe und Gelassenheit gesunde Alternativen. Disziplin auf der einen Seite bedarf nämlich auch regelmäßiger Pausen. Und es ist wichtig, bewusst zu essen, in Ruhe zu genießen und gut, regelmäßig und genug zu schlafen. Wenn Sie all das befolgen, dann ist der Bauch schon so gut wie weg.

Tun Sie es.
Einfach!

Schale mit Salat

Achten Sie auf kohlenhydratarme, ballaststoffreiche Ernährung, Salatbüfett vor Fertiggericht!

Eiweissprodukte

Bevorzugen Sie eiweißhaltige Ernährung – sie hilft, Heißhungerattacken zu vermeiden.

Herzschlag

Bewegung: lieber regelmäßig als sporadisch extrem.

Schnarchen

Achten Sie darauf, regelmäßig acht Stunden zu schlafen. Guter Schlaf – das macht fit.

Check-up Liste

Ein regelmäßiger Check-up beim Arzt gibt Sicherheit.

Wenn aus Sport Sucht und aus Ernährung Religion wird.

Zu viel des Guten!
Im Leben geht es meistens um eine vernünftige Balance, darum, nicht zu übertreiben. Das Pendel kann eben zu beiden Seiten ausschlagen und einer völlig überzogenen Fresssucht auf der einen steht dann auf der anderen Seite eine massive Essstörung gegenüber. Oder aus maximalem Bewegungsmangel wird eine gesundheitsschädliche Sportsucht. Der richtige Weg liegt meistens in der Mitte und muss häufig genug individuell gefunden werden.

Weiterleitung

Ernährungs-Coach

Der Online Ernährungs-Coach begleitet Sie Woche für Woche mit spannenden und interaktiven Newslettern auf Ihrem Weg zu einem gesunden Ernährungsalltag. Analysieren Sie Ihr Ernährungsverhalten und erfahren Sie, wie Sie es positiv beeinflussen können.

Orthorexie – wenn Essen zur Besessenheit führt.
Orthorexie bedeutet übersetzt so viel wie „richtiger Appetit“. Die Betroffenen zwingen sich zu gesunder Ernährung und haben Angst, durch ungesunde Ernährung krank zu werden. Es beginnt meistens schleichend, man ist ja nicht sofort Fanatiker. Am Anfang steht eine immer intensiver werdende Hinwendung zu einer gesunden, nährstoffreichen, meistens veganen Ernährung. Aus der anfänglichen Tendenz wird eine zunehmend absolute Überzeugung. Man ernährt sich ausschließlich vollwertig und immer bio und meidet sämtliche künstlichen Zusatzstoffe. Nach und nach verschwinden immer mehr Lebensmittel vom persönlichen Speiseplan – um eigene Leiden zu lindern oder wegen ihrer potenziell schädlichen Wirkung.

Die Betroffenen werden zu Aposteln der von ihnen als einzig und ausschließlich definierten Ernährungsweise, sie werden zu Besessenen der eigenen Art und Weise, sich zu ernähren. Schließlich wird es für Menschen mit dieser Essstörung immer schwerer, sich an die eigenen strengen Auflagen zu halten. Zugleich isolieren sie sich zunehmend, weil sie ihr Umfeld zu missionieren versuchen. Das aber lehnen die meisten ab.

Die besondere Schwierigkeit bei der Orthorexie liegt darin, dass die Betroffenen ja zuerst nichts falsch, sondern alles richtig machen. Außerdem sind Orthorektiker auch noch im Spätstadium der festen Überzeugung, das Richtige zu tun. Letztlich läuft Orthorexie in aller Regel auf Mangelernährung hinaus. Spätestens dann ist ärztlicher oder psychologischer Rat dringend geboten. Die goldene Leitlinie für alle Betroffenen und vor allem Nichtbetroffene muss lauten: Gesunde Ernährung sollte als Wohltat empfunden und nicht als Zwang erlebt werden.

Kontrollverlust – wenn Sport süchtig macht.
In Deutschland, so schätzen Experten, sind rund zwei Prozent aller Freizeitsportler süchtig nach Sport – so wie Süchtige, die ihren Stoff brauchen. Bisher galt, dass die Ausschüttung des körpereigenen Endorphins Auslöser für eine mögliche Sucht sei. Denn in der Tat macht das Glückshormon Endorphin Schmerzen erträglich und sorgt für ein euphorisches Grundgefühl. Das allein gilt aber heute nicht mehr als Auslöser für eine Sportsucht. Entscheidend kann auch ein defizitäres Selbstwertgefühl sein. Regelmäßige sportliche Leistung bis zur totalen Erschöpfungsgrenze dient dann der Kompensation. Insbesondere auch die breite gesellschaftliche Anerkennung sportlicher Leistung und das entsprechende Schönheitsideal können zu zwanghaftem Trainingsverhalten führen. Schließlich kann Sportsucht auch aus dem Versuch, Alltagsprobleme zu verdrängen, entstehen. Im Zustand maximaler körperlicher Anstrengung tritt die belastende Realität mit allen Problemen und Sorgen weitestgehend in den Hintergrund. Das wird als sehr befreiend empfunden und der Suchtfaktor ist entsprechend hoch.

Gefährdet sind vor allem jüngere Menschen unter 30 Jahren, letztlich allein schon deshalb, weil sie körperlich in der Lage sind, Sport derartig exzessiv zu betreiben. Symptomatisch kommt es häufig zu einer sozialen Isolation. Wenn Betroffene anfangen, auch noch nachts zu trainieren, sollten sie sich beraten lassen.

Sind Sie gefährdet?

Wer ⅔ der folgenden Fragen mit Ja beantwortet, sollte sich optimalerweise von einem Sportmediziner oder Psychologen beraten lassen:

1 von 6

Verspürst du Entzugserscheinungen, Nervosität oder Migräne, wenn du dein Sportprogramm nicht wahrnehmen kannst?

2 von 6

Ist es dir wichtig, dass andere dich für dein intensives Sportprogramm bewundern?

3 von 6

Spürst du eine Art Zwang, immer besser und leistungsfähiger zu werden?

4 von 6

Ist dir dein Sport wichtiger als Treffen mit Freunden?

5 von 6

Wenn du trainierst und du hast Schmerzen: Machst du dann trotzdem weiter?

6 von 6

Machst du das, was du tust, freiwillig oder würdest du sagen: Ich muss das tun?

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