Powertraining
für jedes Alter.

CrossFit.

Der Trendsport aus den USA variiert seine Workouts fortlaufend und treibt so immer mehr begeisterte Fans von der heimischen Couch direkt ins Fitnessstudio oder Sporthalle. Auch Audi BKK Mitglied Mareike Siemer.

Irgendwie habe ich es immer schon geschafft, ein- bis zweimal die Woche zum Sport zu gehen, Zumba oder Bauch-Beine-Po. Ich wollte ja fit bleiben. Aber mich aufzuraffen, fiel mir jedes Mal schwer. Meist war die Couch zu Hause doch zu bequem und meine Motivation, nach einem stressigen Tag im Büro in ein volles Fitnessstudio zu hetzen, hielt sich in Grenzen.

Und dann kam mein innerer Schweinehund plötzlich in Bewegung: Ein Freund nahm mich mit zum CrossFit – eine Trainingsmethode, die Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer gleichermaßen stärkt. Die Übungen werden dabei nicht an Geräten, sondern mit dem eigenen Körpergewicht und „freien“ Gewichten wie Hanteln oder Kettlebells durchgeführt. Schon nach dem ersten „Schnuppertraining“ war ich infiziert. Endlich konnte ich mich richtig auspowern und meine Grenzen austesten.

Rückansicht eines Trainers, der Mann beim Springen auf eine Box coacht
Frau beim Sport schwingt Seile
Junge Frau, die einen Traktorreifen nach vorne stemmt

Genau das habe ich gebraucht! Heute freue ich mich schon kurz nach dem Aufstehen darauf, wenn abends CrossFit auf dem Programm steht: Jede Einheit, auch Workout of the Day genannt, findet in kleinen Gruppen statt. Gemeinsam absolvieren wir eine Reihe von Übungen, die für jedes Training neu zusammengestellt und in mehreren Runden wiederholt werden. Ein Trainer vor Ort passt die Übungen individuell auf die Fähigkeiten jedes Einzelnen an und achtet darauf, dass sie korrekt ausgeführt werden. Denn nur, wenn die Technik stimmt, gelingen Fortschritte.

Was ich schnell gemerkt habe: Ich bin nicht so fit wie ich dachte – und ich besitze offenbar Muskelgruppen, die noch nie zuvor gefordert wurden. Meine ersten Muskelkater waren riesig! Aber genau das hat mich motiviert, an mir zu arbeiten und mich zu steigern. Zu Beginn konnte ich nicht einen Liegestütz machen, mittlerweile sind 20 am Stück kein Problem mehr. Und wenn ich mir meine Trainingsgruppe so angucke: CrossFit ist wirklich für jedes Alter und Fitnesslevel geeignet. Also einfach die Couch mal eine Stunde länger warten lassen. Nach kurzer Zeit gehört das regelmäßige Workout of the Day genauso in deinen Alltag wie die Tasse Kaffee am Morgen!

Experteninterview.

Fitnesstrend, intensives Krafttraining oder einfach harter Körperdrill – was ist CrossFit wirklich? Wir fragen Headcoach Christoph Imiela von CrossFit Wolfsburg.

Woher kommt CrossFit und wofür ist es gut?
Christoph Imiela: CrossFit ist ein Sport, der verschiedenste Trainingsmethoden und Bewegungen aus anderen Sportarten wie Gewichtheben, Powerlifting (Kraftdreikampf), Strongman, Turnen und leichtathletische Elemente miteinander verbindet. So werden bei trainierenden Sportlern viele koordinative Fähigkeiten, darunter Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Gleichgewicht, Balance, Reaktions- und Rhythmisierungsvermögen, gleichermaßen trainiert.

Entstanden ist CrossFit Ende der 1990er in den USA. Der High-School-Coach Greg Glassman entwickelte diese Trainingsmethode, um u. a. Feuerwehr- und Polizeikräfte fit zu machen und auf jede mögliche körperliche Herausforderung vorzubereiten.

Wie sieht ein Workout konkret aus?
Christoph Imiela: Im Grunde gibt es kein konkretes Workout. Wir stellen die Trainierenden immer wieder vor neue Aufgaben. Das Training variiert ständig.

Der Aufbau einer Trainingsstunde in der Gruppe ähnelt sich dennoch. Zu Beginn findet ein Warm-up statt, um sich auf die kommenden Belastungen vorzubereiten, oft gefolgt von einem Technik- und/oder Kraftteil und einem intensiven Workout, in dem verschiedenste Bewegungen wie Kettlebell Swings, Kniebeugen, Klimmzüge etc. miteinander verbunden werden. Langeweile in den Gruppenstunden gibt es nicht.

Kann man auch als Sportanfänger einfach loslegen?
Christoph Imiela: Selbstverständlich! CrossFit ist für jeden möglich. Ob jung oder alt, vermeintlich fit oder nicht, dick oder dünn. Auch mit Einschränkungen kann man CrossFit ausüben. Alles hängt aber wie so oft vom Coaching ab. Für jede Übung kann eine einfachere durchgeführt werden. Im Zweifel sollte aber Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.

Was sind die Vorteile zu herkömmlichen Trainingsmethoden?
Christoph Imiela: Der größte Unterschied besteht für mich in der Auswahl der verschiedenen Übungen und der oftmals hohen Intensität.

Weitere Vorteile sind definitiv, dass man nicht an Geräten trainiert und so auch koordinative Fähigkeiten verbessert. Mit den funktionellen Übungen, die im CrossFit angewendet und geschult werden, lernen wir, uns auch im Alltag besser zu bewegen.

Was unseren Sport ebenfalls auszeichnet, sind die großartige Gemeinschaft in den meisten CrossFit-Boxen und das größtenteils gute und professionelle Coaching. Zudem lernen die Sportler Trainingsintensität und ihren Körper gut kennen.

Weiterleitung.

Sind Sie neugierig geworden?

Eine Übersicht aller CrossFit-Boxen finden Sie hier.

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