So gesund ist
die feurige Schote.

Scharf,
schärfer,
Chili.

Wer draufbeißt, dem stockt meist der Atem. Aber: Das Geschmackserlebnis Chili steht in völligem Gegensatz zur Wirkung. Erwiesenermaßen trägt der Wirkstoff Capsaicin zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Reduktion von Gefäßablagerungen, zur Linderung von Muskelschmerz, zur Besserung bei rheumatischen Krankheiten bei, ist vorbeugend gegen Krebs und hilft beim Abnehmen. Wer regelmäßig Chili isst, lebt laut einer Untersuchung aus Peking angeblich sogar länger.

Doch warum ist die Chilischote eigentlich so gesund?
Zahlreiche internationale Studien haben sich mit dieser Frage beschäftigt – und erstaunliche Antworten gefunden. Wer scharf isst …

… verringert sein Krebsrisiko:
In einer Studie wiesen Forscher der britischen Nottingham University bereits 2007 nach, dass das Capsaicin in den Chilischoten gezielt Krebszellen bekämpft, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen. Dabei greift der Wirkstoff die Mitochondrien, also die Energiewerke der Krebszellen an. Zudem bindet er offenbar bestimmte Proteine und löst ein natürliches Sterben der Krebszellen aus.

… sorgt für ein gesundes Herz:
Wissenschaftler der chinesischen Universität von Hongkong fütterten Hamster cholesterinreich. Anschließend gab man den Tieren unterschiedliche Dosen von Capsaicin. Sie fanden heraus, dass der Wirkstoff die Cholesterinwerte der Tiere senkte – aber nur die des sogenannten bösen Cholesterins (LDL), das sich in Blutgefäßen ablagert, diese verstopft und zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann. Unbeeinträchtigt zeigte sich hingegen das „gute“ Cholesterin (HDL). Auch bereits ältere Cholesterinablagerungen im Körper wurden durch das Capsaicin verringert und der Blutfluss verbessert. Chili wirkt sich also scheinbar günstig auf viele herzrelevante Faktoren aus.

… wird schlanker.
Forscher der amerikanischen Purdue University fanden heraus, das Capsaicin den Appetit reguliert und die Kalorienverbrennung nach dem Essen steigert. Dazu gaben sie 25 Studienteilnehmern mit Normalgewicht sechs Wochen täglich 0,3 bis 1,8 g Cayennepfeffer, der den Wirkstoff enthält. Bei allen Probanden führte das zu einer erhöhten Körperkerntemperatur und verstärkter Kalorienverbrennung.

… bekämpft Krankheitserreger
wie Bakterien und Pilze.

In einer großen Studie wiesen Forscher der University of Vermont auch auf antibakterielle Wirkung des Chilis hin. So gaben sie an, dass Lebensmittel mit Chili deutlich länger halten. Und genau das ist wohl auch die Begründung dafür, warum in heißen Ländern und Regionen mit geringen hygienischen Standards gern scharf gegessen wird. Man vermutet zudem, dass auch bereits im Magen vorhandene Bakterien durch den Verzehr von Chili abgetötet werden.

Appetit auf ein scharfes
Gericht bekommen?

Probieren Sie doch mal dieses leckere und gesunde Rezept aus.

Rezept

Chili-Lachsfilet
mit pikanter
Paprika-Mango-Sauce

Zutaten für 4 Personen:

2 Jalapenos (Glas)
3 Bio-Limetten
1 EL Chilipulver
1 TL brauner Zucker
5 ½ EL Öl
4 Lachsfilets (à 180 g)
2 rote Paprikaschoten (à 150 g)
1 vollreife, kleine Mango (200 g)
1 rote Zwiebel
½ Bund Koriander
Salz
Pfeffer
Zucker
150 g saure Sahne

Zubereitung

Jalapeños abtropfen lassen, halbieren, entkernen und mit dem Messerrücken zu einer feinen Paste zerdrücken. Limetten auspressen. Die Schale von 1 ausgepressten Limettenhälfte abreiben.

Jalapeños in einer Schüssel mit Chilipulver, braunem Zucker, 2 EL Öl und 2 EL Limettensaft verrühren.

Lachsfilets abspülen, gut trockentupfen und in die Würzflüssigkeit legen (marinieren). Bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.

Paprikaschoten putzen, vierteln, entkernen, waschen und mit der Haut nach oben auf ein Backblech legen. Unter dem heißen Backofengrill rösten, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft.

Geröstete Paprika in eine Schüssel geben, mit einem Teller zudecken und 10 Minuten dämpfen lassen.

Dann die Haut abziehen und die Paprikaschoten in feine Rauten schneiden.

Mango mit dem Sparschäler schälen. Das Fruchtfleisch in Scheiben vom Stein schneiden und ebenfalls in Rauten teilen.

Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Koriander waschen und trockenschütteln. Blätter abzupfen und hacken.

Paprika, Mango, Zwiebeln und Koriander in einer Schüssel mit restlichem Limettensaft und Öl (1/2 EL zurückbehalten) mischen. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen.

Saure Sahne mit abgeriebener Limettenschale, Salz und Pfeffer glattrühren.

Eine Grillpfanne erhitzen und mit dem zurückbehaltenen Öl ausstreichen. Lachsfilets aus der Marinade heben und abtropfen lassen.

In der Grillpfanne von jeder Seite 3-4 Minuten grillen. Saure Sahne in einen Einwegspritzbeutel geben und dekorativ auf 4 Teller spritzen, je 1 Portion Paprika-Mango-Sauce und Lachsfilet darauf anrichten und servieren.

Quelle: eatsmarter.de

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